Revanche geglückt
Am vergangenen Samstag empfingen wir die Frauen vom HV 90 Artern. Unsere Mannschaft hatte sich fest vorgenommen, dieses Spiel zu gewinnen, galt es doch die Hinspielniederlage wieder gut zu machen. Damals noch mit einer gerade so voll gewordenen Mannschaft angereist, konnte Trainer Tino Schill, wie bereits im letzten Spiel, auf eine nahezu vollbesetzte Bank zurückgreifen.
Es schien allerdings kein schönes Spiel zu werden. Die Anfangsphase war geprägt von vielen technischen Fehlern. Unüberlegte Abspiele führten zu vielen Ballverlusten und die Deckung glich einem schweizer Käse. Die HSG-Frauen hatten zu wenig Selbstvertrauen, selber mal in die Tiefe zu gehen. Stattdessen wurde der Ball lieber weggeworfen. So plätscherte das Spiel in Halbzeit eins dahin. Artern legte vor, wir zogen nach. Für die Zuschauer kein besonders schöner Anblick.
Eine Umstellung musste her!
Im Angriff wurde nun strukturierter gespielt und klare Ansagen von Torhüterin Jessica Wetzstein sorgten für mehr Stabilität in der Deckung. So gelang es uns, das Spiel offen zu gestalten und nach knapp 20 Minuten den ersten Ausgleich zu erzielen. Beim Stand von 11:11 ging es in die Kabinen.
Eine deutliche Pausenansprache stand auf dem Plan von Trainer Tino Schill. Noch einmal wurde am Personalkarusell gedreht und in der Abwehr umgestellt. Zudem hütete nun in Halbzeit zwei Priscilla Klatt das Gehäuse der HSG-Frauen. Das erste Tor in der zweiten Hälfte gehörte jedoch den Gästen. Ab diesem Zeitpunkt schien ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen. Die Abwehr stand schlagartig sehr kompakt. Gegenspieler durften nun nicht mehr einfach durchspazieren und wenn sich doch mal jemand der Gäste erfolgreich durchtanken konnte, waren die Würfe sichere Beute für unsere Torfrau. Im Angriff wurde bedacht und mit viel Geduld gespielt und sich erarbeitete Chancen erfolgreich genutzt. Klappte mal etwas nicht, konnte man sich ab sofort auf das Rückzugsverhalten verlassen. So gelang es uns bis zur 54. Minute den Vorsprung auf 8 Tore auszubauen. Erst dann erzielten die Gäste aus Artern den zweiten Treffer nach Wiederanpfiff - ein 7m-Tor. Ein drittes Tor folgte 2 Minuten später, mehr ließen die HSG-Frauen dann nicht mehr zu.
Zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, aber keinesfalls sein müssen. Bleibt zu hoffen, dass man den Schwung aus den letzten beiden Spielen mitnimmt und sich in 3 Wochen mit Selbstvertrauen beim schweren Auswärtsspiel bei der HSG Werratal von seiner besten Seite zeigt.
Autor: Stephanie Gemeinhardt

